DR. NADJA BÜTEFÜHR
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Wir brauchen in Herdecke und Witten flexible Lösungen beim Impfen

Die Lageentwicklung bei der Corona-Pandemie bleibt besorgniserregend, denn die tägliche Zahl der Neuinfektionen ist immer noch zu hoch. Große Hoffnung liegt weiterhin in der Verimpfung der Bevölkerung. NRW ist groß und die Strukturen vor Ort unterscheiden sich erheblich. Wir brauchen daher die Möglichkeit, flexible Lösungen bei uns vor Ort zu finden.

Einen entsprechenden Antrag hat die SPD-Fraktion im Landtag NRW für das Plenum in dieser Woche vorgelegt. Durch eine auf unsere Region angepasste Lösung können wir die Akzeptanz und Impfbereitschaft erhöhen. Es kann nicht sein, dass beispielsweise ältere Menschen mit dem Taxi oder den öffentlichen Verkehrsmitteln 50 km zum Impfzentrum fahren müssen.

Der Corona-Rettungsschirm wurde bislang kaum genutzt. Von den angesetzten 25 Milliarden Euro sind gerade einmal 5 Milliarden verwendet worden. Am Geld darf die flexible Lösung nicht scheitern, wir brauchen in Herdecke und Witten Unterstützung vom Land. Impfbusse, mobile Impfteams, Zweigstellen von Impfzentren – es gibt pragmatische Lösungen, die genutzt werden könnten. So hat die SPD-Ratsfraktion in Witten in einer Anfrage an die Verwaltung die Einrichtung eines Impftaxis und eines provisorischen Impfzentrums vor Ort für Seniorinnen und Senioren ins Gespräch gebracht. Dafür muss das Land jedoch die passenden Rahmenbedingungen bieten.

Bislang ist es den Kreisen und Kommunen in NRW nicht erlaubt, von den landesweiten Regelungen abzuweichen. Die Verimpfung der Bürgerinnen und Bürger in Herdecke scheitert mit Sicherheit nicht an der Bereitschaft der Bevölkerung. Gesundheitsminister Laumann muss Fakten und vor allem Möglichkeiten schaffen, damit wir die Menschen vor Ort schnellstmöglich mit dem dringend notwendigen Impfstoff versorgen und den Kampf gegen das Virus gewinnen können.

 

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